Rhipsalis pilocarpa – Stachelfrüchtiger Korallenkaktus

Rhipsalis pilocarpa kommt nur in Brasilien vor, wo er im Regenwald als Epiphyt wächst. Dort ist er vom Aussterben bedroht. Die deutsche Bezeichnung Korallenkaktus ist nicht eindeutig, auch andere Kakteen werden so benannt.
Der Kaktus besteht aus 4 bis 6 mm dicken, 3 bis 20 cm langen Gliedern und ist mehrfach dichotom verzweigt. Die Dornen sind zu weichen Haaren reduziert. Man kann ihn einfach anfassen. Die Blüten sind weiß. Die Früchte sind rot und sind mit Büscheln von weißen, weichen Haaren versehen.

Diesen Rhipsalis habe ich als Jungpflanze bei Kakteen-Haage gekauft.
Er hängt das ganze Jahr vor einem Ostfenster, hat also Morgensonne.
Nach etwa 5 Jahren blühte der Rhipsalis im März das erste Mal, das aber dann sehr reichlich.  Der Kaktus war da etwa ein Meter lang und reich verzweigt. Die Wurzelmasse ist verhältnismäßig klein, wie ich beim Umtopfen bemerkte. Ich habe ihn nach der ersten Blüte in reichhaltigeres Substrat gepflanzt. Seither blüht er fast jedes Jahr. Die Blütezeit ist sehr unterschiedlich, zwischen März und Juni.

Das ist ein Großteil der blühenden Pflanze. Rechts dahinter blüht gelb Hatiora salicornioides.

Die Blüten sind immer endständig.

Noch ein paar Aufnahmen einzelner Blüten von Rhipsalis pilocarpa.

Bestäubende Insekten sind im Zimmer naturgemäß recht rar, und so habe ich mit einem Wattestäbchen die Bienen vertreten. Das hat recht gut funktioniert. Es haben sich zahlreiche Früchte gebildet.



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2 Kommentare zu „Rhipsalis pilocarpa – Stachelfrüchtiger Korallenkaktus“

  1. Hallo Roswitha,
    Rhipsalis pilocarpa wächst als Epiphyt im Regenwald. Er hat andere Ansprüche als die meisten Kakteen, die an sehr trockene Standorte angepasst sind. Er braucht ein humoses, Feuchtigkeit speicherndes Substrat. Allerdings verträgt er auch keine Staunässe. Wenn einzelne Triebe abfallen, deutet das eher auf eine Wurzelfäule hin. Da würde ich mal nachsehen.
    Ich verwende ein Gemisch aus Kokohum, Perlite und Seramis. Alle paar Wochen gieße ich so, dass das Wasser wieder unten aus dem Topf läuft, zwischendurch wird nur mäßig gegossen, ungefähr jede Woche, im Hochsommer aber öfters.
    Ab und zu Einsprühen ist gut, das mache ich aber recht selten. Rhipsalis kommt gut mit der trockenen Zimmerluft zurecht.
    Mit besten Grüßen
    Peter-Paul

  2. Roswitha Mader

    Hallo Peter-Paul
    ich hab so eine Pflanze zu Hause, hab erst jetzt mal nachgeschaut, was das überhaupt für eine Pflanze ist, weil er gar so vor sich hinkümmerte und einzelne Triebe vertrocknet sind und abfielen. Du schreibst deiner hängt am Ostfenster. Wieviel gießt du und braucht er eine hohe Luftfeuchtigkeit, bzw. soll ich ihm ab und zu mit einer Sprühflasche übersprühen? Ich habe jetzt mal einzelne Triebe abgeknipst und in eine Anzuchterde gesteckt, vielleicht kann ich damit noch einige retten.
    Liebe Grüße!
    Roswiha

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