Kalanchoe

Die Gattung Kalanchoe aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) wird in zwei Sektionen unterteilt: Kalanchoe und Bryophyllum. In die Sektion Bryophyllum werden alle Kalanchoe – Arten gestellt, die in den Einbuchtungen der Blattränder Brutknospen bilden. Zur Sektion Kalanchoe werden alle anderen gezählt, wobei sich etliche Arten nicht in dieses Schema einordnen lassen.
Bryophyllum heißt auf Deutsch Brutblatt, und so werden diese Pflanzen auch genannt. Es ist noch nicht so sehr lange her, da wurde Bryophyllum als Gattungsname verwendet.

Bei uns zu Hause wachsen zwei Brutblatt – Arten: Kalanchoe daigremontiana und Kalanchoe delagoensis. Wie alle Kalanchoe der Sektion Bryophytum kommen sie aus Madagaskar. Von Mai bis kurz vor dem ersten Frost stehen sie auf dem Balkon. Dann stehen sie im Schlafzimmer relativ kühl, aber immer über 15° C. Wichtig ist, dass sie keinem Zusatzlicht ausgesetzt sind, denn es sind Kurztagpflanzen, d.h., die Blüte wird durch Tageslängen von 8 – 10 Stunden ausgelöst. Jedes Jahr setzt die Blüte im Dezember ein und hält bis Januar an. Die Blüten beider Arten sehen für mich gleich aus.
Beide Arten sind zwar ausdauernd, man kann sie nach der Blüte weiter kultivieren. Was da unter den winterlichen Lichtbedingungen herauskommt, sieht aber nicht gut aus. Ich entferne deshalb die abgeblühten Pflanzen und ziehe neue Jungpflanzen heran. Dazu muss man nur die zahlreichen heruntergefallenen und angewurzelten Brutpflanzen pikieren.
Zu den Brutblättern kann ich diese Seite empfehlen, zu der Gattung Kalanchoe insgesamt diese Seite.

Kalanchoe daigremontiana

Die erste Pflanze dieser Art habe ich vor ungefähr 20 Jahren anonym, also ohne Etikett, auf einem Gartenmarkt gekauft. Inzwischen bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob das wirklich Kalanchoe daigremontiana ist. Es gibt nämlich auch Hybriden. Und eine davon, Kalanchoe x houghtonii, könnte das hier sein. Charakteristisch sind die schmalere Blattform und die schwarzen Flecken auf der Blattoberseite. Nur wenige Blätter meiner Pflanzen haben diese Flecken, und die Blattform variiert. Ich weiß es also nicht und belasse es bei Kalanchoe daigremontiana.

Blätter mit Brutknospen. Teilweise bilden die Brutpflanzen schon Wurzeln.
Während der Blüte werden an den oberen Blättern keine Brutknospen mehr gebildet.
Blütenstand aus der Nähe.
Die Jungpflanzen für die nächste Saison.

Nicht selten wird Kalanchoe daigremontiana auch als Goethe – Pflanze bezeichnet. Das ist nicht richtig. Goethe hatte mit Kalanchoe pinnata zu tun, die zu seiner Zeit Bryophyllum calycinum hieß. Das ist aber nicht so wichtig. Das Wunder der Brutknospen ist bei beiden Pflanzen zu beobachten, bei Kalanchoe pinnata aber seltener.


Kalanchoe delagoensis

Die Blätter sind schmäler als bei K. daigremontiana und röhrenförmig zusammengefaltet.

Von oben gesehen.
Blätter mit zahlreichen Brutknospen.
Aus der Nähe.
Manchmal haben die Brutpflanzen schon 8 Blätter, bevor sie abfallen.
Blütenstand
Einzelblüte
Die Jungpflanzen für die nächste Saison.

Kalanchoe blossfeldiana – Flammendes Käthchen

Diese sehr beliebte Zierpflanze gehört nicht zu den Brutblättern. Sie stammt aber auch aus Madagaskar. Der deutsche Namen „Flammendes Käthchen“ bezieht sich auf die ursprüngliche knallrote Blütenfärbung. Inzwischen gibt es diese Pflanze in allen möglichen Farbtönen zwischen rot, gelb und weiß. Kalanchoe blossfeldiana kann einige Jahre alt werden, was wohl aber selten geschieht. Bei uns erfüllt diese Pflanzenart nur die Funktion eines lange haltbaren Blumenstraußes.

Eine mehrfarbige Züchtung.
Es gibt sie auch gefüllt, d.h., die Staubblätter sind zu Blütenblättern umgewandelt. Nichts für Bienen.


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