Jatropha podagrica – Guatemala-Rhabarber, Flaschenpflanze

Warum Jatropha podagrica  Guatemala-Rhabarber genannt wird, erschließt sich mir nicht so recht. Die geografische Herkunft – klar, aber Rhabarber?  Eine Verwechslung mit Rhabarber dürfte zum Glück wohl ausgeschlossen sein, denn die Pflanze soll recht giftig sein, wie die meisten Wolfsmilchgewäche (Euphorbiaceae). Eine andere deutsche Bezeichnung ist Flaschenpflanze. Das leuchtet schon eher ein.
Jatropha podagrica steht Sommer wie Winter im Ostfenster über der Heizung, sie hat es meist recht warm. Im Winter steht sie ein paar  Wochen ohne Blätter da. Bis auf diese Zeit blüht sie fast durchgehend. Nach einigem Experimentieren mit dem Substrat hat sich rein mineralisches als bestes erwiesen. Bei Humusanteil kommt es doch sehr schnell zu einer Wurzelfäule.

Die langgestielten Blätter bilden sich an Trieben, die aus dem sukkulenten Stamm ragen.

Auch die Blütenstände bilden sich diesen Trieben. Wie es sich für ein Wolfsmilchgewächs gehört, sind die Blüten getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind so verzweigt, dass in der Mitte immer 3 weibliche Blüten sitzen. Diese sind von männlichen Blüten umgeben.

Im folgenden Bild sieht man von links unten nach rechts oben die 3 weiblichen Blüten mit der hell-olivgrünen Narbe. Rechts ist eine schon geöffnete männliche Blüte mit den gelben Staubfäden. Die übrigen männlichen Blüten sind noch nicht geöffnet.

Samen wurden noch nie gebildet. Da braucht man wohl noch eine zweite Pflanze.

In dem Bild ganz oben (Beitragsbild) kann man den Nektar sehen, den die weibliche Blüte abgibt.



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