Orostachys spinosa

„Orostachys spinosa kommt im warmgemäßigten bis kühlen Sibirien, der Mongolei, Nord- und Nordost-China, dem aralokaspischen Gebiet und Ost-Europa auf Felsfluren, Flussschotter, in Felsgebüschen sowie auf Gras- und Wiesensteppen vor.“ (Wikipedia)

Orystachys spinosa gehört zu den Dickblattgewächsen (Crassulaceae). Sie ist bei uns sehr sicher winterhart, wenn sie nicht zu starker Nässe ausgesetzt ist.
2018 habe ich eine solche Pflanze in der Staudengärtnerei Stübler erworben. Orostachys spinosa hat zwei verschiedene Blattformen. Die Winterblätter sind schuppenartig und recht flach, die Sommerblätter sind wesentlich dicker und stark sukkulent. Es wurden bald Sommerblätter und Kindel gebildet. Die Aufnahme ist vom Juli 2018.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 20180713113-1024x768.jpg

Die nächsten zwei Jahre wuchs die Pflanze weiter. Diese Aufnahme ist vom April 2020. Man sieht nur Winterblätter, die Sommerblätter kamen später. Es sind nun zwei Pflanzen, die anderen Kindel verkümmerten.

Im Juni 2021 veränderten sich die Pflanzen – inzwischen sind es drei. An zweien bildeten sich beblätterte Stängel. Die ganzen Pflanzen bilden sich zu blütentragenden Stängeln um. Aber diese Pflanzen wuchsen nicht normal, sondern als Christata – Form (crested). Dabei verbreitert sich der Vegetationspunkt zu einer Linie. Dieses Phänomen gibt es bei Kakteen, aber auch bei anderen Sukkulenten. Auch die dritte Pflanze, die sich nicht in die blütentragende Form umgewandelt hatte, zeigt diesen Christata – Wuchs.

Nach einigen Wochen sah man, dass es sich wirklich um Blütenstängel handelt. Es erschienen zahlreiche Blüten.

Die Blüten an diesen monströsen Gebilden waren ganz normal. Auch die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) fand die Blüten attraktiv. Man kann sie kaum erkennen, da sie über und über mit Pollen bedeckt ist.

Zur Samenbildung ist es nicht mehr gekommen. Zwei Wochen nach diesen Aufnahmen lagen die Pflanzen nur noch lose auf dem Substrat. Die Wurzeln waren schon vollständig zersetzt, auch bei der nicht blühenden Pflanze.
Es ist zwar normal, dass die abgeblühten Pflanzen absterben. Das ist auch bei anderen Dickblattgewächsen wie Sempervivum so. Normalerweise geschieht das aber natürlich erst nach der Samenbildung.



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