Kleinia neriifolia – Oleanderblättrige Kleinie

Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2024

Kleinia neriifolia blüht zumeist August. Im März 2017 konnten wir also kaum blühenden Pflanzen fotografieren, aber dafür solche mit frischen grünen Blättern. Diese als auch die Wuchsformen der ganzen Pflanze sind sehr verschieden, je nach Standortbedingungen. Es gibt sehr bizarr geformte Sträucher (Foto 1 und 2) und bäumchenartig mit einem Stamm wachsende (Foto 3 und 4). Am Barranco de las Peñitas, also in einem Gebiet mit ziemlich guter Wasserversorgung, waren die Blätter ungewöhnlich groß (Foto 5).
Im Sommer werden die Blätter gewöhnlich abgeworfen.
Kleinia neriifolia gibt es nur auf den kanarischen Inseln, und zwar auf allen. Überall im Sukkukentenbusch ist sie zu finden, zusammen mit den strauchförmig wachsenden Euphorbien. Diese haben eine ähnliche Wuchsform, als Federbuschstrauch bezeichnet.
Kleinia ist mit Senecio (Greiskraut) verwandt,  und wurde deshalb auch Senecio kleinia bezeichnet.
Als Zimmerpflanze ist sie auch unter dem völlig unzutreffenden Namen „Affenpalme“ bekannt.
Häufig werden die Blätter abgefressen, wahrscheinlich von Ziegen, treiben aber schnell wieder nach. Das ist im ersten Foto zu sehen.

Während  unserer ersten Reise nach Fuerteventura 2012, auch im März, haben wir aber eine blühende Kleinia gesehen. Das Foto ist in Küstennähe irgendwo zwischen Caleta de Fuste – Salinas del Carmen – Puerto de la Torre entstanden. Die Korbblüten sind sehr schmal und haben eine röhrenförmige Hülle. Zungenblüten sind gar nicht vorhanden. Auf den ersten Blick sehen sie gar nicht wie typische Korbblütler (Asteraceae) aus. Aber Blüten einiger Senecio-Arten wie Senecio sylvaticus ähneln ihnen schon.



Beitrag teilen

2 Kommentare zu „Kleinia neriifolia – Oleanderblättrige Kleinie“

  1. Vielen Dank für eure Informationen, wir haben uns von dieser Pflanze 2 Glieder aus Grand Canaria mitgebracht.
    Welche Tipps könnt ihr uns zur erfolgreichen Bewurzelung geben?
    Vielen Dank und freundliche Grüße Thomas Müller

    1. Ich würde das so machen wie bei anderen sukkulenten Stecklingen auch: Die abgetrockneten Stecklinge in trockenes mineralisches Substrat (z.B. Bims, Lavagrus, auch Seramis) stecken. So tief, dass der Steckling stabil steht. Erst nach 2 bis 3 Wochen vorsichtig befeuchten. Das schwierigste ist, die Stecklinge richtig herum in das Substrat zu stecken, da muss man genau hinschauen. Kleinia nereifolia kann dauerhaft in rein mineralischem Substrat bleiben, wie das ja auch oft am Originalstandort der Fall ist. Hier steht mehr darüber: https://www.zimmerpflanzenlexikon.info/pflanzen/kleinia-neriifolia
      Ich wünsche viel Erfolg.
      Mit freundlichen Grüßen
      Peter-Paul

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top