Leucospermum cordifolium

Bei dieser schönen Pflanze kann man einfach nicht den deutschen Namen als Überschrift nehmen – Nadelkissen.
2013 im Februar waren wir auf Lanzarote. Am Rand  von Haria (es muss in der Calle Caesar Manrique gewesen sein) stand vor einem kleinen Haus  ein  Strauch, ungefähr 2 Meter hoch und auch so breit und von einigen Hundert herrlichen gelb -orangen Blüten bedeckt. Leider haben wir den Strauch nicht fotografiert, sind aber eine Weile davor stehen geblieben und haben darüber geredet. Unser Interesse ist nicht unbemerkt geblieben. Ein alter Mann kam alsbald aus dem Haus und hat uns 2 Blüten abgebrochen und mit großer Geste überreicht. Das hat uns sehr überrascht und gefreut.  Leider konnten wir nur vielen Dank auf spanisch sagen. Hier sind die beiden Blüten in einer Vase (leere Weinflasche) auf dem Balkon im Hotel.

Leucospermum cordifolium

Wir haben diese Blütenstängel mit nach Hause genommen, wo sie trotz leichter Quetschung im Koffer zwischen der Wäsche noch ganz ansehnlich waren. Natürlich habe ich versucht, aus den Stängeln Stecklinge zu machen. Frisch angeschnitten, noch einmal geteilt, in Bewurzlungspulver gestippt und dann in sterilisiertes Kokohum. Die beiden Töpfe wurden von einer perforierten Folie umhüllt (die man zum Einpacken von Brot verwendet), so dass zwar eine hohe Luftfeuchtigkeit innerhalb der Plastetüte herrscht, aber sich kein Kondenswasser bildet. Es hat aber nichts genützt, alle Stecklinge sind eingetrocknet.
Im April habe ich eine solche Pflanze gekauft, mit einer anderen Blütenfarbe. Die Blüten habe ich aber leider nicht gesehen. Die Pflanze wuchs zwar, aber blühte nicht. Die natürliche Blütezeit ist im Frühjahr und nach einer solchen Umstellung  ist bei einer im Gewächshaus aufgezogenen Pflanze eine Blüte nicht gleich zu erwarten . Ich hatte die Pflanze in einen größeren Topf gesetzt und auf den Balkon in die Sonne gestellt (wahrscheinlich zu zeitig, so richtig warm war es Ende April noch nicht).  Gedüngt habe ich nur mit Stickstoff, gegossen allerdings mit Leitungswasser (7 –  8 ° KH). Als im Herbst die Nachttemperaturen unter 10°C sanken, habe ich Leucospermum ins bis zum Boden reichende Schlafzimmerfenster gestellt. Nachts ist das Fenster darüber angeklappt, die Pflanzen sind mit einem Handtuch abgedeckt, so dass Frostschäden ausgeschlossen sind. Gegossen habe ich ganz wenig, so dass das Substrat nicht ausgetrocknet ist.
Trotzdem sah Leucospermum  Mitte Februar nicht gut aus. Ein bisschen wie angewelkt und mit hängenden Triebspitzen.  Einen Kälteschaden kann ich ausschließen. Vielleicht ist in dem Substrat, dass ich gleich nach Erhalt der Pflanze beim Umtopfen verwendet hatte, doch zu viel Phosphor gewesen. Vielleicht hätte ich lieber mit demineralisiertem  Wasser gießen sollen. Ich habe Ende Februar die Pflanze stark zurückgeschnitten, aus dem Topf genommen, das von mir zugesetzte Substrat entfernt, so dass nur das Originalsubstrat der Gärtnerei erhalten war und die neugebildeten Wurzel nackt waren. Als neues Substrat habe ich eine Mischung aus ungedüngtem Torf, gründlich ausgespültem Seramis  und Sand verwendet. Gegossen habe ich mit demineralisiertem  Wasser, was ich auch beibehalten werde. Als Dünger habe ich etwas Hornspäne zugesetzt und die ganze gestutzte Pflanze mit COMPO Buchsbaum Grün eingesprüht. Die Pflanze steht jetzt im Fenster, aber bei Temperaturen von nicht  unter 15 bis etwa 20 °C mit Morgensonne.  Nun kann ich nur abwarten. Aus den abgeschnittenen Stängeln habe ich natürlich wieder Stecklinge gemacht, 2 Töpfe mit ungedüngtem Torf ohne Zusätze, 1 Topf mit Seramis, alles mit Bewurzlungspulver. Darüber sind Glashauben.
Ergebnisse: Sowohl die ganze Pflanze als auch die Stecklinge sind schwarz geworden. Das ist nicht überraschend, weil die wintergeschädigte Pflanze und ihre Stecklinge nicht besonders gut aussahen. Aber ein wenig Hoffnung hatte ich ja doch.



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